Sofortimplantation

In der Implantatchirurgie werden verschiedene Zeitpunkte der Implantatinsertion definiert, wobei jeder seine eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Einteilung der ITI Consensus Conference 2008 nach Zeitpunkt nach der Zahnentfernung:

  • Sofortimplantation Typ 1                     

am selben Tag

  • Frühimplantation Typ 2

4 bis 8 Wochen

  • Frühimplantation Typ 3

12 bis 18 Wochen

  • Spätimplantation Typ 4

>6 Monate

Sofortimplantation Typ1

Wie der Name schon sagt, wird hier das Implantat sofort nach Zahnentfernung eingebracht. Dies hat den Vorteil, dass die Wundheilung und das Einwachsen des Implantates zeitgleich ablaufen.

Dieses Vorgehen spart Ihnen zwar einen weiteren chirurgischen Eingriff, ist aber leider nicht immer möglich, da z. B. aufgrund von lokalen Entzündungen oder notwendiger Knochenregeneration keine sofortige Implantation erfolgen kann.

Die größten Vorteile bietet die Sofortimplantation in der Oberkieferfrontzahnregion, da hier durch eine Sofortimplantation der Knochenabbau auf ein Minimum reduziert und das Weichgewebe (Zahnfleisch) maximal erhalten wird. Dies führt zu einem sehr ästhetischen Ergebnis gerade im sichtbaren Frontzahnbereich.

Bei besonders guter Knochenqualität kann auch sofort eine provisorische Krone oder Brücke auf dem Implantat befestigt werden, und Sie verlassen die Praxis ohne Zahnlücke mit festen Zähnen.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter der Rubrik Sofortversorgung

Frühimplantation Typ 2/3

Hier erfolgt die Implantation nach ca. 3 Monaten, wobei das Weichgewebe vollständig und der Knochen teilweise abgeheilt sind.

Die Vorteile liegen in einer guten Ausgangssituation des OP-Gebietes, da vorher bestehende Weichgewebs- und Knochenentzündungen ausreichend abgeheilt sind. Allerdings ist hier meistens mit einem kleinen zusätzlichen Knochenaufbau zu rechnen, da sich infolge der Wundheilung auch der zahntragende Knochen innerhalb der drei Monate reduziert hat.

Spätimplantation Typ 4

Dies ist einer der am meisten vorkommenden Implantationszeitpunkte, nicht zuletzt, da viele Patienten nur unzureichend über die Möglichkeiten einer Implantation von ihrem behandelnden Zahnarzt aufgeklärt werden und mit schlecht sitzendem, herausnehmbarem Zahnersatz leben müssen. Das Weichgewebe und der Knochen sind hier zwar komplett ausgeheilt, allerdings ist aber aufgrund der langen Zahnlosigkeit fast immer ein größerer Knochenaufbau nötig, um genügend Knochen für den Halt eines Implantates zu haben. 

Gerne beraten wir Sie persönlich! Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Zahnarztpraxis, wir freuen uns auf Sie.

 

 

Zurück

Anrede  Herr     Frau
Name
E-Mail
Nachricht
Rückruf  nein     ja, unter