29.03.2016

Wissenswertes über Zahnpasta

Wissenswertes über Zahnpasta

Neben der Wahl der richtigen Zahnbürste leistet auch die verwendete Zahnpasta einen essenziellen Beitrag zur täglichen Mundhygiene.
Vorab sei gesagt, dass es die eine, die ultimative Zahncreme nicht gibt. Denn nicht jede Zahnpasta ist für jeden Patienten gleichermaßen geeignet. Viele Pasten decken besondere Bedürfnisse ab und haben schon deshalb ihre Daseinsberechtigung.
So gibt es unter anderem Zahncreme mit mildem Geschmack für Kinder, einige mit Aufhellern gegen Zahnverfärbungen, jene für sensible und schmerzempfindliche Zähne ebenso wie naturbelassene für Patienten mit Parodontitis.

Durchaus gibt es auch eine größer werdende Nische mit Cremes, die im Luxussegment anzusiedeln sind. Sie weisen besondere Geschmacksrichtungen wie z. B. Champagner, Minze oder Basilikum auf oder verfügen über neue Technologien wie Aktivkohle in schwarzer Zahnpasta zur Aufhellung oder Mikroperlen für die schonende Abtragung von Belägen.

Wichtig ist, dass die verwendete Zahncreme Fluorid enthält, denn dessen chemische Wirkung im Mund trägt zum Kariesschutz bei. Die mechanische Reinigung mit der Bürste beugt Zahnfleischentzündungen vor.

Schaum, Mundwasser, Kaugummi – was Sie zusätzlich tun können

Nach dem Putzen kann der entstandene Schaum vor dem Ausspucken noch einige Male durch die Zahnzwischenräume gezogen werden. Creme und Schaum im Anschluss nur ausspucken oder, wenn nötig, mit nur wenig Wasser nachspülen. So können die Fluoride der Zahnpasta optimal wirken.

Ein handelsübliches Mundwasser oder eine Spülung direkt nach dem Putzen bringt meist keinen zusätzlichen Vorteil, denn die Fluoride des Mundwassers ersetzen nur die Fluoride der Zahncreme. Wenn Ihr Zahnarzt oder Ihre Dentalhygienikerin Ihnen ein spezielles Mundwasser empfiehlt, nutzen Sie es bitte wie besprochen.

Spüllösungen oder auch Zahnpflegekaugummis sind sinnvoll, wenn man zum Beispiel am Arbeitsplatz zwischendurch seine Zähne nicht putzen kann. Sie ersetzen aber keinesfalls die regelmäßige Reinigung mit Zahnbürste und Zahnpasta (mindestens zweimal täglich).

Zahnseide und Interdentalbürstchen – wichtige Helfer für die Zahnzwischenräume

Mit der Zahnbürste erreicht man auch bei gründlichem Putzen nur drei von fünf Seiten eines Zahns. Die Zahnzwischenräume erfordern daher eine spezielle Reinigung, denn genau dort lagern sich besonders häufig Speisereste ab und bilden sich Zahnbeläge. Sie sind ein idealer Nährboden für Bakterien, weshalb einmal täglich die Reinigung mit Zahnseide oder Bürstchen zu empfehlen ist.

Bitte achten Sie bei der Verwendung von Zahnseide darauf, dass sie nicht ins Zahnfleisch schneidet, sondern – zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände gehalten – sanft zwischen den Zähnen hindurchgleitet. Mit Auf- und Abwärtsbewegungen entlang der Zähne reinigen Sie die Zwischenräume optimal. Sind Auf- und Abwärtsbewegungen wegen sehr enger Zahnzwischenräume schwer möglich, führen Sie die Zahnseide zwischen die Zähne ein und ziehen Sie sie vorsichtig ein paarmal nach vorne wieder heraus.

Für eine Reinigung sollten Sie durchschnittlich ca. 50 cm Zahnseide einplanen. Das führt dazu, dass man für die optimale Zahnpflege pro Jahr 3,65 Packungen Zahnseide à 50 m benutzen sollte. Tatsächlich verbrauchen die Deutschen durchschnittlich gerade mal 9,1 m im Jahr, wie eine Befragung zeigt.

Zwei Abkürzungen, die Sie kennen sollten: RDA und ppm

Um herauszufinden, welche die für Sie individuell „richtige“ Zahncreme ist, können Sie sich an zwei Werten orientieren, die Sie häufig auf der Tubenrückseite finden.

Radioactive Dentin Abrasion (RDA)

Der RDA-Wert beschreibt den Grad an Abrieb auf dem Dentin, den die in der Zahnpasta enthaltenen Putzkörper bewirken. Putzkörper sind wichtig, sollten aber nur in Maßen enthalten sein. Je höher der RDA-Wert, desto höher der Abrieb. Je niedriger der RDA-Wert ist, desto weniger abrasiv ist die Zahnpasta und desto mehr wird folglich der Zahn beim Putzen geschont. Damit ein spürbarer Reinigungseffekt eintritt, sollte der RDA-Wert mindestens 35 betragen. Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen sollten darauf achten, dass der RDA-Wert unter 50 liegt. Sogenannte „Sensitive“-Zahncremes haben meist einen RDA zwischen 20 und 30 und sind in solchen Fällen empfehlenswert.
Patienten mit intaktem Zahnfleisch und unempfindlichen Zähnen empfehlen wir Zahnpasten mit einem RDA-Wert unter 80. Standard-Zahncreme weist RDA-Werte zwischen 40 und 70 auf.
Zahncremes mit einem RDA-Wert über 80 sind die sogenannten Raucher- oder auch „Weißmacher“-Zahncremes. Aufgrund des hohen Abrasionswerts können sie festsitzende Verfärbungen von der Oberfläche bildlich gesprochen herunterschmirgeln. Diese Zahncremes können kurzzeitig eingesetzt werden, sind aber für den Dauergebrauch keinesfalls zu empfehlen, weil es durch die Abtragung von Schmelz zu Substanzdefekten am Zahn kommen kann. Dies führt unter anderem zu einer erhöhten Empfindlichkeit der Zähne.
Wenn Sie eine elektrische Zahnbürste verwenden, sollte zumindest für eine dauerhafte Verwendung der Zahncreme ein RDA-Wert von 50 nicht überschritten werden.

RDA-Wert-Einteilung:
• sehr wenig abrasiv: RDA = 0–20
• wenig abrasiv: RDA = 20–40
• mittel abrasiv: RDA = 40–60
• stark abrasiv: RDA = 60–80
• sehr stark abrasiv: RDA > 80

Obwohl dem RDA-Wert bei der Auswahl der Zahnpasta große Bedeutung zukommt, geben ihn nur wenige Hersteller auf der Verpackung oder der Zahnpasta-Tube an.

Parts per Million (ppm)

„ppm“ ist ein Ausdruck aus dem Englischen und steht für „parts per million“ oder zu deutsch „Anteile pro Million“.

Bei Zahncremes wird die Menge des enthaltenen Fluorids in „ppm“ angegeben. Je nach Zahncreme bewegen sich die Mengen zwischen 250 und 1.500 ppm.

Folgende Empfehlungen möchten wir Ihnen zur Orientierung geben:

Für Kinder bis sechs Jahre oder ab dem ersten Zahn sollten die Zahncremes einen Fluoridgehalt von 500 ppm nicht überschreiten. In den als solche bezeichneten „Kinderzahncremes“ werden diese Werte meist berücksichtigt.
Für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gibt es sogenannte „Junior“-Zahncremes mit einem Fluoridgehalt von 1.000 bis 1.450 ppm.
Ab dem zwölften Lebensjahr empfiehlt sich die Verwendung einer „Zahncreme für Erwachsene“. Diese Zahnpasten enthalten mindestens 1.450 ppm.

Gerne berät Sie unsere Prophylaxehelferin ausführlich und gibt Ihnen Tipps für die passende Zahncreme.
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass die Zahncreme natürlich nur dann ihren Zweck erfüllt, wenn eine korrekte Putztechnik mit der richtigen Zahnbürste sichergestellt ist und die Zähne regelmäßig geputzt werden.
Zur Unterstützung Ihrer Zahngesundheit empfiehlt es sich, eine professionelle Zahnreinigung sowie Kontrolltermine in einem Abstand von einem halben Jahr wahrzunehmen.

 

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